Dreamteam: Social Media und Du!

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Ein Guide für die passende Social Media-Strategie.

Das steckt hinter einer guten Social-Media-Strategie.

ocial Media, das mache ich nebenher.“ Das hat schon der ein oder andere PRler gesagt. Aber falsch gedacht, denn wer in den Sozialen Netzwerken erfolgreich sein möchte, muss einiges beachten. Er muss strategisch planen und angemessen kommunizieren. Organisationen arbeiten seit Jahren daran, ihre Social Media Strategien zu verbessern. Ein kanadisches Wissenschaftler-Team der Université Laval und der Université du Québec à Montréal führte zu diesem Thema Interviews mit PR-Praktikern.

Entwicklung von Social-Media-Strategien

Die ersten Regeln oder Leitfäden für den Umgang mit Sozialen Medien erschienen ab dem Jahr 2010. Zuvor richteten Organisationen meist willkürlich Profile auf verschiedenen Plattformen ein – vielfach ohne erkennbare Strategie. Die PRler ahmten Inhalte von anderen Organisationen nach und hofften, dass die eigene Strategie dadurch besser werde.

Unterschiede der einzelnen Social-Media-Plattformen

Heute ist klar: Jede Social-Media-Plattform hat ihre eigenen Regeln und Zielgruppen. Facebook und Twitter sind die am meisten genutzten Plattformen. Sie werden von fast allen PR-Praktikern verstanden. PR-Praktiker nutzen Social Media, um Informationen an bestimmte Personen zu vermitteln. Diese zielgruppen-spezifische Ansprache bestätigen die Untersuchungen der Wissenschaftlerinnen. Den meisten PRlern geht es darum, die richtige Zielgruppe zu erreichen. Weil jede Plattform ihre Stärken und Schwächen hat, muss der Content genau auf eine Plattform maßgeschneidert werden. Für eine gelungene Content-Strategie müssen Marketingziele in passende Inhalte für die richtige Social-Media-Plattform umgewandelt werden. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass ein und derselbe Content immer seltener auf mehreren Plattformen erscheint.

Kommuniziere mit deinen Fans

Dialog auf Social Media ist wichtig. Das bedeutet, dass nicht nur auf Kommentare von Nutzern geantwortet wird, sondern dass dialog-fähiger Content bereitgestellt wird. Dafür eignen sich Ambassadors oder Experten, die durch ihre Erfahrungen lebendigen Traffic auf deiner Social-Media-Seite herstellen. Ambassadors oder Experten sind Personen außerhalb einer Organisation, die ein Produkt oder die Organisation nach außen hin professionell vertreten beziehungsweise Werbung dafür machen. Sie kennen sich bestens mit den Produkten der jeweiligen Organisation aus. Auch Influencer, wie zum Beispiel Blogger, können hilfreich sein. Entweder man geht Kooperationen mit ihnen ein oder man verlinkt sie unter Produkten auf der eigenen Seite. Darüber hinaus müssen die eigenen Fans und User ernst genommen werden. Sie können Inhalte liefern, zum Beispiel wenn sie auf interessante Veranstaltungen oder Personen verweisen. Die goldene Regel für Social Media heißt also Dialog! Wenn du mit deinen Usern in Dialog trittst, dann wird deine Social-Media-Seite lebendiger, ehrlicher und somit glaubwürdiger. Das Involvement der Community muss gefördert werden. Das erreichst du zum Beispiel durch Aufrufe zum Mitmachen, durch die Häufigkeit der Posts, durch Unterfütterung der Beiträge mit Videos oder Fotos oder durch eine personalisierte Ansprache der Zielgruppe. Die Königsklasse aller Content-Strategien ist, die Community in ein Projekt einzubinden. Die Studie der kanadischen Wissenschaftlerinnen Charest, Bouffard und Zajmovic ergab jedoch, dass nur die Hälfte der befragten Organisationen dies bereits gemacht hat.

Planung und Monitoring von Content

Damit beim Umsetzen der Strategie nichts schief geht, ist ein redaktioneller Kalender das A und O. Dieser hilft bei der Vorbereitung sowie beim Überblick: Themen sollten nach Plattformen und thematischen Blöcken gegliedert werden. Außerdem erleichtert ein Kalender das Planen und Umsetzen von Kampagnen, bei denen Social Media eine Rolle spielt. Ein guter PRler benutzt zudem ein Monitoring-Tool. Denn nur wer weiß, wer und vor allem was über die eigene Organisation geschrieben wird, kann seine Social-Media-Strategie verbessern. Das Monitoring kann täglich, wöchentlich oder monatlich stattfinden – je nach individuellem Nutzen. Mit Social Media kann man ebenso gut analysieren. Mit Social Media sieht ein Unternehmen, welche Identität das Publikum hat und welche neuen, innovativen Methoden es im Internet gibt. Dieses Wissen ist unabkömmlich, um eine erfolgreiche Social-Media-Strategie zu entwickeln.

15-06-03_Merke
  • Bevor man anfängt, auf Social Media zu posten, sollte man beobachten, was andere Organisationen machen.
  • Gleicher Inhalt sollte nicht auf mehreren Plattformen vorkommen, denn jeder Inhalt ist direkt auf die Zielgruppe zugeschnitten.
  • Jeder Social Media-Auftritt braucht ein eigenes, spezifisches Ziel.
  • Planen und Monitoring deiner Social-Media-Aktivitäten helfen beim Erreichen deiner Ziele.
Methode-Button
  • Qualitative Studie: Interviews
  • Social-Media-Manager aus Nordamerikanischen Organisationen
  • Anzahl der interviewten Personen: 12

📖 Weiterlesen: Charest, F., Bouffard, J., & Zajmovic, E. (2016). Public relations and social media: Deliberate or creative strategic planning. Public Relations Review, 42(4), 530–538.

© Foto von rawpixel.com

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